RepairCafé: Der Laden brummt

 

Das war schon eine tolle Sache, die Eröffnung des RepairCafés der Nachbarschaftshilfe. Und es bleibt ein Erfolgsmodell. Am Donnerstag, 9. Februar 2017 war es soweit, bis dahin aber ein arbeitsreicher Weg. Ideengeberin für ein Taunussteiner RepairCafé waren die Vorstandsmitglieder Brigitte Harder und Waltraud Möhrlein, mit der auch die Leitstelle Älterwerden der Stadt eingebunden werden konnte. Es bildete sich zunächst eine vorbereitende Arbeitsgruppe.  Zu Mitgliedern der Nachbarschaftshilfe, die in mehreren abendlichen Sitzungen das Projekt vorantrieb, gesellten sich auch andere Interessierte, nachdem das Projekt bekannt geworden war. Als äußerst förderlich erwies sich die Bereitschaft der Stadtverwaltung, das Jugendzentrums Koop im Ortsteil Hahn nutzen zu können. Damit waren nicht nur praktikable Räume für die Handwerker und die Nutzung der Kaffeeküche gefunden, sondern es bot sich auch die Möglichkeit, mit den Jugendlichen im Koop zusammenzuarbeiten.

 

Vorerst aber mussten in mehreren abendlichen Zusammenkünften Regeln für das RepairCafé erstellt werden, Versicherungsfragen waren zu klären, die Abläufe festzulegen und freiwillige Helfer für die einzelnen Aufgaben zu finden. Es wurden Flyer erstellt und die Bevölkerung über die Presse auf das Vorhaben aufmerksam gemacht. Dann konnte es losgehen. Start am 09. Februar war für 16 Uhr angesetzt, aber da war die Hütte schon voll mit Personen, die ihren kleinen und mittelgroßen Geräte mitbrachten, um sie von kundigen Ehrenamtlichen durchsehen und gegebenenfalls reparieren zu lassen. Handstaubsauger waren ebenso vertreten wie nicht mehr funktionierende Leuchten und elektronische Geräte. Bis zum Schluss um 19 Uhr hielt das rege Interesse an. Die Abteilung Kaffee und Kuchen hatte sich für den Ansturm bestens vorbereitet, beides war reichlich zu haben. Die Reparaturarbeiten waren ebenso wie die Nahrungsmittel kostenfrei, Spenden in das schöne Spendenhäuschen waren aber willkommen.

 

Zur Eröffnung des Cafés war auch Bürgermeister Sandro Zehner gekommen. Er lobte die Initiative der Nachbarschaftshilfe, vor allem das Zusammenwirken mit Jugendlichen aus dem Bereich des Koop. Auch der Vorsitzende des Jugendbeirates der Stadt, …., meinte, Jugendliche könnten bei dieser Gelegenheit lernen, sich für andere Menschen zu engagieren, und die Älteren würden erfahren, dass junge Menschen zum Engagement bereit sind. Dann schnitt der Bürgermeister die extra von Irmtraud Riefke für diese Gelegenheit gebackene Torte an. Hmmm!

 

Das nächste RepairCafé findet am 30.März statt, ebenfalls im Koop. Weitere Termine sind der 27. April, 18. Mai und 29. Juni 2017, jeweils von 16 bis 19 Uhr. Über die Termine des zweiten Halbjahres wird rechtzeitig durch die Presse, Facebook und über die Homepage der Nachbarschaftshilfe informiert.

 

 

 

Spendenhäuschen

 

Walter Pichl bastelt gern. Und als bei der Planung des Taunussteiner RepaisCafés die Überlegung  auftauchte, dass man auch eine Gefäß für mögliche Spenden benötige, machte sich Pichl an die Arbeit. Und das Ergebnis war überraschend. Er sägte und klebte das Logo der Nachbarschaftshilfe, die beiden ineinander nachbarschaftlich verschränkten Häuschen, in die dritte Dimension. So konnte Pichl während der Eröffnung des RepairCafés nicht nur ein, sondern vier Exemplare der Spendenhäuschen an die „Finanzministerin“ der Nachbarschaftshilfe, Ute Dertinger, übergeben. Sie bedankte sich herzlich bei dem erfinderischen Urheber.

 

Foto: R. Dertinger

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