Für Georg W. aus Bleidenstadt ist die Welt wieder ein wenig lichter geworden. Er hat einen Schachpartner gefunden.

Georg W. ist alt und gehbehindert, kann sich in bestimmten Grenzen aber noch selbst versorgen. Nur Freunde hat er nicht mehr, sie sind alle schon lange gestorben oder ebenfalls sehr alt.

Aber er spielt gern Schach, findet jedoch keinen Partner mehr. Eine Nachbarin, die hin und wieder Einkäufe für ihn erledigt, wusste Rat. Sie rief in der Nachbarschaftshilfe Taunusstein an und schilderte das Problem. "Mal sehen, was wir machen können", hieß es am Telefon der Nachbarschaftshilfe. Und in der Liste der ehrenamtlichen Mitglieder fand sich ein rüstiger Rentner, der ebenfalls gern Schach spielt und gern bereit war, sich einmal in der Woche mit dem älteren Herrn an das karierte Brett zu setzen. Dass die ersten beiden Partien zu Gunsten des Gastes ausgingen, kümmert Georg W. nicht, wie er betont. Erstens sei das Glück bekanntlich launisch und zweitens sei es einerlei, Hauptsache er habe jemanden zum Spielen, und wenn es den König koste.

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