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01 / 2010 - (download)
„Michelle“ begeisterte im Orgelsound
Kurt Bischof neuer Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe Bericht von der Mitgliederversammlung am 8. Mai 2012
Kurt
Bischof,
Peter
Etges, stellvertretender
Rückblick
auf das vergangene Jahr:
Heide
Reeg und Christa Schäfer Der Saal war gut gefüllt Kurt Bischof wies vor allem auf die zukünftige Entwicklung hin und betonte die Notwendigkeit, den Verein nach Auslaufen der Förderung durch dem Rheingau-Taunus-Kreis auf sichere finanzielle Füße zu stellen. Dazu sei die Erhöhung der Mitgliederzahl ebenso nötig wie Spenden. Der Vorstand müsse als Team die Entwicklung des Vereins vorantreiben und seine Arbeit an die jeweiligen Erfordernisse anpassen. Bischof appellierte an die Anwesenden, für die Notwendigkeit der Nachbarschaftshilfe in ihrer Umgebung zu werben, damit der Verein vor allem mehr aktiv helfende Mitglieder gewinnt. Die von der Kassiererin Ute Ottmann vorgetragenen Bilanzen für 2011 erlaubten eine einstimmige Entlastung des Vorstandes. Ebenso wurde der Finanzplan für das laufende Jahr gebilligt, der die Notwendigkeit zusätzlicher Einnahmen deutlich machte. Kassenprüfer Klaus Lorek hatte keinerlei Beanstandungen der Kassenführung zu vermelden. Sozusagen inoffiziell sagte er nach seinem förmlichen Vortrag: "Frau Ottmann, ich ziehe den Hut vor Ihrer Buchhaltung."
Waltraud
Möhrlein,
Schriftführerin Elke Rodius
Das
Büroteam stellt sich vor (vlnr):
Ministerium spendete Auto für Nachbarschaftshilfe Eine Zuwendung der Bundesregierung hat es möglich gemacht: Die Nachbarschaftshilfe Taunusstein hat ein Dienstfahrzeug erhalten, und zwar im Rahmen des Programms „Leben im Alter“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros e.V. in Deutschland setzt aufgrund ihrer reichhaltigen Expertise dieses Projekt für das Bundesministerium in der Person von Stephanie Adler um. Bei der Übergabe des Fahrzeugschlüssels an die Büroleiterin der Nachbarschaftshilfe, Ute Ottmann, würdigte Stefanie Adler vom Projekt "Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen" im Programm "Soziales Wohnen - Zuhause im Alter" die bisherige Entwicklung des Taunussteiner Vereins, der in kurzer Zeit mit großem Erfolg am Ziel gearbeitet habe, auf ehrenamtlicher Basis „helfende Hand“ in Alltagsdingen zu sein. Die Zielsetzung des Vereins „Kleine Hilfen – große Wirkung“ entspreche genau der Zielsetzung und Förderung des Familienministeriums. Deshalb sei die Nachbarschaftshilfe für die Fördermaßnahme Kraftfahrzeug ausgewählt worden. Die ehrenamtlich helfenden Mitglieder hatten allein im vergangenen Jahr mehr als 9000 Kilometer mit den eigenen Fahrzeugen zurückgelegt, hinzu kamen die Wege des Büroteams. Nachbarschaftliche Initiativen wie in Taunusstein seien, so Frau Adler, „Teil der neuen sozialen Netze, die wir angesichts demographischem Wandel nicht nur aber auch zivilgesellschaftlich und eigenverantwortlich knüpfen müssen, damit wir bei abnehmender Unterstützung zum Beispiel durch die Familie auch im Alter selbständig leben können“. Die Leitstelle Älterwerden ist Mitglied im Bundesverband der Seniorenbüros e.V. (BaS), Waltraud Möhrlein als Mitarbeiterin der städtischen Leitstelle Älterwerden seit vielen Jahren Vorstandsmitglied in der BaS. Diese Verbindung hat sich auch für die Nachbarschaftshilfe positiv ausgewirkt, denn Waltraud Möhrlein hatte maßgebenden Anteil an dem Zustandekommen der Förderung. Sie und der Vereinsvorsitzende Manfred Reeg dankten der aus Bonn angereisten Frau Adler für ihr Engagement zu Gunsten Taunussteins. Mit dem Fahrzeug werde gerade in einer Stadt mit zehn Ortsteilen die hilfeleistende Arbeit erheblich erleichtert. Der Dank ging auch an das Autohaus Heickhaus in Taunusstein-Wehen. Mit einer namhaften Spende revanchierte es sich für den Erwerb eines auf die Bedürfnisse der Nachbarschaftshilfe zugeschnittenen Fahrzeugs. Von links Rainer Heickhaus (FIAT), Kurt Bischof (Zweiter Vorsitzender), Waltraud Möhrlein (Vorstand und Leistelle Älter werden), Stefanie Adler aus Bonn, Herr Wenisch (FIAT), Elke Rodius (Vorstand) Heinz Detering (Vorstand), hinter der Autotür Ute Ottmann (Vorstand und Büroleiterin), Marlies Senne (Vorstand), leicht verdeckt Manfred Reeg (Vorsitzender), Christel Krämer (Büroteam), Heide Reeg (Büroteam), Christa Schäfer (Büroteam)
Weihnachtsmarkt
2011
„Die
Nachbarschaftshilfe war meine Rettung!“ 835 Einsätze Vorstandsmitglied Ute Ottmann nannte auch einige Zahlen: Allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe es 835 Einsätze mit fast 1 200 Stunden gegeben. Daraus sei ersichtlich, wie notwendig die Arbeit des Vereins in Taunusstein sei. Im Vordergrund standen Einkaufshilfen, Gesellschaft leisten, kleine Transporte, aber auch Hilfe bei schriftlichen Arbeiten. 40 Jahre Taunusstein: Wir waren dabei 40
Jahre Taunusstein und ein langer Tisch quer durch Hahn, da wollten wir
dabei sein. Rechts neben dem Pavillon der Nachbarschaftshilfe stand eine
Jägergemeinschaft, die Wildschweinbrat- wurst verkaufte. Und links
verteilte die Taunussteiner SPD Zuckerwatte. Die Standbesatzung der
Nachbarschaftshilfe verteilte zahlreichen Interessenten Faltblätter und
Informationen, vor allem beantwortete sie Fragen. Auch Neumitglieder
konnten am 2. und 3. Juli geworben werden. Zwar war das Wetter zeitweise
sehr kühl, dennoch zog es viele Bürger der Zehn-Orte-Stadt zu der
Festmeile.
Nachbarschaftshilfe jetzt mit Doppelspitze
In einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung der Nachbarschaftshilfe Taunusstein e.V. am 18. Mai 2011 ist turnusgemäß nach zwei Jahren der Vorstand neu gewählt worden. Die bisherige Vorsitzende Marlis Senne kandidierte nicht erneut für dieses Amt, nachdem sie den Vorsitz des Seniorenbeirats übernommen hatte. Als neuer Vorsitzender wurde ihr bisheriger Stellvertreter Manfred Reeg gewählt, als neuer Stellvertreter Kurt Bischof, bisher Schriftführer. Dem Vorschlag des Vorstandes, nach einem Jahr zwischen Vorsitzenden und Stellvertreter zu wechseln, stimmte die Mitgliederversammlung zu. Auf diese Weise wurde vermieden, dass zwei für den Vorsitz geeignete Kandidaten, nämlich Reeg und Bischof, gegeneinander antreten mussten.
Zum Vorstand gehören Manfred Reeg als 1. Vorsitzender, Kurt Bischof als 2. Vorsitzender, nach einem Jahr findet der Rollentausch statt. Schriftführerin: Elke Rodius (neu), Kassiererin: Ute Ottmann, Beisitzer: Marlies Senne, Waltraud Möhrlein, Heinz Detering und Rudolf Dertinger. Eindrucksvolle Berichte von aktiven Helfern Berichte von fünf Mitgliedern standen im Mittelpunkt des sechsten Stammtisches der Nachbarschaftshilfe Taunusstein, der wieder einmal sehr gut besucht war. Die Vorsitzende Marlies Senne wertete den Zuspruch als Beweis der Wichtigkeit und Richtigkeit, vor knapp zwei Jahren den Verein gegründet zu haben, der nunmehr fast 450 Mitglieder umfasst. Vier aktiv helfende Mitglieder schilderten ihre Erfahrungen. Es wurde deutlich, dass neben den praktischen kleinen Hilfeleistungen die menschliche Zuwendung ein ganz wichtiger Bestandteil des täglichen ehrenamtlichen Engagements ist. Gleich, ob Besuche im Seniorenheim, Begleitung beim Spazierengehen, Erzählen und Unterhaltung zu Hause: Immer gehe es auch um die menschliche Nähe und Wärme, betonte der stellvertretende Vorsitzende Manfred Reeg. Besonders eindrucksvoll und berührend empfanden die Teilnehmer den Bericht einer älteren Dame, die die Besuche ihres Mannes, der im Seniorenheim wohnt, durch Mitglieder der Nachbarschaftshilfe als wichtig und positiv wertete. Am 18. Mai 2011 um 17 Uhr findet im Bürgerhaus Taunus die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins statt. |
Mitgliederversammlung
2010 fand reges Interesse

Prominente Gratulanten waren erschienen zur
Mitgliederversammlung ein Jahr nach der Gründung der
Nachbarschaftshilfe Taunusstein.
Die Grüße des Rheingau-Taunus-Kreises
überbrachte Landrat Burkhard Albers, der den Vorbildcharakter des
Vereins auch für andere Kommunen betonte. Angesichts der immer älter
werdenden Bevölkerung wies er auf die Wichtigkeit hin, nachbarschaftlich helfende Strukturen gerade in ländlichen Bereichen
aufzubauen und den demografischen Wandel auch als Chance zu begreifen.
Mit Geldern der Aktion "Rat und Tat" unterstütze der Kreis
solche Initiativen.
Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Wittmeyer betonte
in seinem Grußwort, die Nachbarschaftshilfe habe bereits ein Jahr
nach ihrer Gründung eine wichtige Rolle im Leben der Stadt gewonnen.
Die Leistungen der ehrenamtlichen Helfer seien für Taunusstein von großer
Bedeutung. "Vereine wie der Ihre beweisen allen Unkenrufen zum
Trotz, dass es nach wie vor viele Menschen gibt, die sich für eine
Sache engagieren und für andere etwas tun", betonte Wittmeyer.
Im Mittelpunkt der gut besuchten
Mitgliederversammlung standen Bilanzierungen des ersten Jahres nach der
Gründung im Mai 2009. Derzeit sind, wie die Vorsitzende Marlies Senne,
berichtete, fast 180 Mitglieder zu verzeichnen, von ihnen hat sich ein
Drittel zu aktiven Hilfeleistungen verschiedener Art bereiterklärt.
Innerhalb eines Jahres hätten 377 Einsätze durchgeführt werden können.
Frau Senne dankte Bürgermeister Michael Hofnagel und Waltraud Möhrlein
von der Leitstelle Älterwerden für die städtischen Starthilfen.

Weitere Berichte zur Finanzlage des Vereins kamen von Kurt Bischof, aus
der Arbeit der Geschäftsstelle mit ihren ehrenamtlichen Helfern
berichtete Ute Ottmann, die seit Jahresbeginn kommissarisch das
Finanzressort übernommen hatte und nun für diese Aufgabe in den
Vorstand gewählt wurde. Die zukünftigen Schwerpunkte der Vereinsarbeit
umriss der stellvertretende Vorsitzende Manfred Reeg. Es wies darauf
hin, dass vordringlich bei jenen Menschen, die der Hilfe durch den
Verein bedürften, auch die Bereitschaft gefördert werden müsse, sich
helfen zu lassen. Die Erfahrungen auch Anderer, die geholfen haben,
fasste Reeg für sich so zusammen: "Ich engagiere mich, weil ich
mit meiner Hilfe ab und zu ein Lächeln in das Gesicht eines alten
Menschen zaubern kann."
Zu den Bildern:
- Landrat Burkhard Albers überbringt die Grüße
des Kreises
- Für die Stadt Taunusstein spricht
Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Wittmeyer
- Vorsitzende Marlies Senne während ihres
Rechenschaftsberichtes
- Über die Finanzen der ersten Monate berichtete
Kurt Bischof
- Neu im Vorstand: Ute Ottmann, für die Finanzen
zuständig, hier bei ihrem
Finanz- und Bürobericht
- Manfred Reeg, stellvertretender Vorsitzender,
skizziert zukünftige
Herausforderungen
Die
Grüße der Stadt überbrachte dem jüngsten Stammtisch der
Nachbarschaftshilfe Taunusstein dessen "erster Bürger",
Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Wittmeyer, der allerdings auch
Mitglied des noch jungen Vereins ist. Die Stadt habe den Verein wegen
dessen Bedeutung gern unterstützt und werde dies im Rahmen der Möglichkeiten
auch weiterhin tun, versicherte Wittmeyer. Begrüßen konnte der
stellvertretende Vereinsvorsitzende, Manfred Reeg, etwa 30 Mitglieder
und Interessenten, die sich von den anwesenden Vorstandsmitgliedern
Waltraud Möhrlein, Ute Ottmann, Kurt Bischof und Rudolf Dertinger zunächst
über die Aktivitäten seit Gründung Mitte vergangenen Jahres
informieren ließen. Die anschließende und lebhafte Diskussion diente
vor allem dem Erfahrungsaustausch unter den aktiv helfenden Mitgliedern,
aber auch über einzelne Hilfen wurde beispielhaft berichtet. So konnte
etwa einer Frau nach ihrer Hüftoperation die Terrasse vom Laub befreit
oder einer anderen Person im Altersheim einmal in der Woche Gesellschaft
geleistet werden. Deutlich wurde, wie wichtig es ist, dass möglichst
viele Mitglieder sich bereit erklären, vor allem einsam gewordenen
Menschen Gesellschaft zu leisten, mit ihnen spazieren zu gehen oder sie
regelmäßig zu besuchen.

Foto 1: Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Wittmeyer überbrachte die Grüße der Stadt und informierte sich.
Foto 2: Gut besucht und gute Stimmung beim zweiten Stammtisch
„Schachmatt und dennoch glücklich"
Für Georg W. aus Bleidenstadt ist die Welt wieder
ein wenig lichter geworden. Er hat einen Schachpartner gefunden.
Georg W. ist alt und gehbehindert, kann sich in bestimmten Grenzen aber
noch selbst versorgen. Nur Freunde hat er nicht mehr, sie sind alle
schon lange gestorben oder ebenfalls sehr alt.
Aber er spielt gern Schach, findet jedoch keinen Partner mehr. Eine
Nachbarin, die hin und wieder Einkäufe für ihn erledigt, wusste Rat.
Sie rief in der Nachbarschaftshilfe Taunusstein an und schilderte das
Problem. "Mal sehen, was wir machen können", hieß es am
Telefon der Nachbarschaftshilfe. Und in der Liste der ehrenamtlichen
Mitglieder fand sich ein rüstiger Rentner, der ebenfalls gern Schach
spielt und gern bereit war, sich einmal in der Woche mit dem älteren
Herrn an das karierte Brett zu setzen. Dass die ersten beiden Partien zu
Gunsten des Gastes ausgingen, kümmert Georg W. nicht, wie er betont.
Erstens sei das Glück bekanntlich launisch und zweitens sei es
einerlei, Hauptsache er habe jemanden zum Spielen, und wenn es den König
koste.
„Ohne die Nachbarschaftshilfe hätte ich nicht verreisen können“, sagt Karin F.. Und ihre Mutter Herta F. strahlt aus ihren hellen Augen: „Das ist wirklich eine tolle Sache.“ Die 82-jährige Bleidenstädterin, durch Alter und einen Unfall in ihren Bewegungsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt, benötigt täglich kleine Hilfen, beispielsweise Blumen gießen im Garten und auf dem Friedhof das Grab ihres Mannes pflegen. Kleine Einkäufe müssen erledigt werden, etwas Gesellschaft leisten – alles das, was sonst die rührige Tochter neben ihrer Berufstätigkeit leistet. In der Zeitung hatte sie über die Nachbarschaftshilfe e.V. gelesen und sich erkundigt, ob und wie geholfen werden kann, während sie verreist ist. Büroleiterin Beate Hennig besuchte die alte Dame, um ihre Bedürfnisse zu erfahren und schaute dann in die Mitgliederdatei, in der auch vermerkt ist, wer zu welcher Hilfe bereit und in der Lage ist. Sie fand das Ehepaar Strom (Name geändert). Beide leben im Ruhestand, beide sind rüstig und haben sich gern bereit erklärt, anderen Menschen kleine Sorgen abzunehmen. Frau Herta F., 1946 aus dem Sudetenland mit ihrer Familie vertrieben und schließlich in Bleidenstadt sesshaft geworden, ist ganz angetan von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Eheleute Strom. Schon das Abholen der Morgenzeitung aus dem Briefkasten des am Hang liegenden Hauses wäre sonst sehr beschwerlich bis unmöglich gewesen, solange Frau F. kaum gehen kann. Herr Strom beispielsweise verband den Spaziergang mit dem Hund mit einem Besuch des naheliegenden Bleischter Friedhofs, um sich um das Grab zu kümmern. Sein Fazit nach dem Ende der Hilfsaktion: „Es war eine Hilfe für Frau F. und diese Erfahrung eine innere Bereicherung für uns.“ Und Tochter Karin F. ergänzt: „Durch die Nachbarschaftshilfe haben wir neue Möglichkeiten erfahren, einen beschwerlichen Alltag zu organisieren.“
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